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Eingelegtes Gemüse

turşu
- von Katrin -

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So unterschiedlich die deutsche und die türkische Küche sein mögen, eingelegtes Gemüse weckt bei Aykut und mir gleichermaßen wie ähnliche Kindheitserinnerungen.

In der Herbstzeit haben unsere Omis immer mit viel Hingabe bergeweise Obst und Gemüse aus dem Garten für die Winterzeit eingelegt. Die Vorgehensweisen waren logischerweise etwas unterschiedlich. Die vielen bunt gefüllten Gläser jedoch nicht. Ebenso wenig wie die Vorfreude auf das Schlemmen der vielen kleinen Leckereien.

Also höchste Zeit die Einmachgläser aus dem Schrank zu kramen, unser Lieblingsgemüse zu besorgen und einen schönen Vorrat für die nächsten Monate anzulegen.

Während Aykut eine ‚spezielle‘ Vorliebe für eingelegten Knobi hegt, bin ich mit meinen heiß geliebten Möhrchen nicht ganz so exotisch unterwegs. Und wir beide mögen auch wahnsinnig gern eingelegten Weiß- und Blumenkohl.


Zutaten: 
(nach persönlichen Vorlieben und Volumen der Behältnisse)

*n.B.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
     
Blumenkohl
Weißkohl
Möhren
Knoblauch
sivri biber (dt. grüne Spitzpaprika)
rote Chilischote
Wasser
Zitrone & Zitronensaft
Weißweinessig
Kichererbsen
frische Petersilie 
Salz
        

*n.B. = nach Belieben


Vorbereitung:

Bevor die Einmachgläser zum Einsatz kommen, solltest Du sie nicht nur gründlich auswaschen, sondern auch einmal abkochen. 

Wir machen das relativ old school. In einem großen Topf bringen wir Wasser zum Kochen. Dann legen wir die Gläser vorsichtig hinein und lassen Sie für 10 Minuten ‚vor sich hinköcheln‘. Anschließend holen wir die Gläser mit einer Zange aus dem Wasser und lassen Sie an der Luft trocknen und abkühlen.

Zubereitung:

In der Zwischenzeit legen wir alle Zutaten bereit und widmen wir uns unserem Lieblingsgemüse. 

  1. Vom Weißkohlkopf lösen wir mehrere Blätter, spülen diese kurz ab und entfernen die dicksten Stellen des Strunks. Dann schneiden wir die Blätter grob in Vierecke und Streifen. Auf Schönheit achten wir dabei nicht allzu sehr. Hauptsache, die Stücke passen gut ins Einmachglas und sind später easy mit der Hand naschbar. 
  2. Vom Blumenkohl lösen wir mehrere große Rosen und brechen diese in möglichst kleine Röschen.
  3. Die Möhren werden geschält und in Streifen geschnitten.
  4. Die grüne Paprika und Chilischote werden ebenfalls gewaschen und in Scheiben geschnitten.
  5. Und zu guter Letzt wird der Knoblauch geschält.

Jedes Gemüse findet dann Platz in einem Glas. Wir schichten und mixen dabei nach Lust und Laune. In jedes Glas legen wir zudem ein paar Kichererbsen, etwas Petersilie und 1-2 Scheiben Zitrone. Ob nun oben, in den Zwischenräumen oder auf dem Boden ist dabei egal.

Nun fehlt nur noch die Wasser-Salz-Säure-Mischung. Um ein passendes Verhältnis zu bestimmen, orientieren wir uns grundsätzlich an der Wassermenge, die das jeweilige Glas aufnehmen kann, nachdem es befüllt wurde.

Wir gehen also wie folgt vor:

  1. Das bereits mit Gemüse befüllte Glas bis zum Rand mit Wasser auffüllen.
  2. Anschließend das Wasser aus dem Glas in einen Messbecher abgießen.
  3. Nun das Wasser mit Salz, Zitrone und Weißweinessig anreichern. Dabei orientieren wir uns an folgendem Mischverhältnis: 1 TL Zitronensaft, 1 TL Weißweinessig und 0,5 TL Salz auf 100 ml Wasser.*
  4. Die Wasser-Salz-Mischung nun wieder in das Glas zurückgießen.
  5. Das Glas luftdicht verschließen. 

*Die Mischung sollte immer ausgewogen schmecken. Daher ist probieren sehr wichtig. Wir haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass bei z.B. bei einer Wassermenge von 500 ml die Mischung ausgewogener schmeckt, wenn nicht 5 TL Weißweinessig (entsprechend dem oben genannten Mischverhältnis) sondern nur 3 TL verwendet werden.

Lagerung:

Wir lagern die Einmachgläser an einem dunklen Ort - meist im Vorratsschrank oder im Keller.

Verzehrzeitpunkt: 

Je nach Glasvolumen benötigt das Gemüse natürlich mehr oder weniger Zeit, um zu fermentierten. Wir öffnen in der Regel das kleinste Glas nach frühestens 4 Wochen.

Tipp:

Das Gemüse nimmt im verschlossenen Glas meist noch ein wenig an Volumen zu, so dass Wasser aus den Gläsern austreten kann. Deshalb stellen wir die Gläser während der Fermentierzeit immer auf einen Teller. Das Wasser, dass sich dann ggf. auf dem Teller sammelt, gießen wir ab.

AFIYET OLSUN!

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